DAS LAND WO DIE MILLIONEN BLÜHN

… so hiess der Titel der Sendung, mit der ich 1988 den Schweizer Journalistenpreis gewann. Für die damalige Zeit eine kritische wie ausgewogene Sendung, die so anfing:

Freilich, viele Themen wurden nur angesprochen und nicht so tief beleuchtet, wie ich es ein Vierteljahrhundert später in meinem gleichnamigen Buch gemacht habe. Angeregt vom damaligen Radiodirektor Johannes Grotzky gab der Bayerische Rundfunk gibt für seine ehemaligen Korrespondenten eine Buchreihe bei Books on demand heraus, in der sie ihre Sendungen, Erfahrungen und Einschätzungen aufarbeiten. Für mich die Gelegenheit, alte Manuskripte herauszuholen, zu aktualisieren und Fragen, die meine Hörer (und mich) immer wieder beschäftig(t)en, zu beantworten:

– Warum ist die Schweiz nicht in der Europäischen Union?

– Warum betrachten viele Eidgenossen ihr Land als „Sonderfall“?

– Wie funktioniert eigentlich gelebte direkte Demokratie?

– Wie wurde die kleine Schweiz zum „Land, wo die Millionen blühn“?

– Und warum sind die Deutschen in der Deutschschweiz so unbeliebt?

Für mich war es zugleich ein wunderschönes Eintauchen in eine mehr als 25 Jahre währende Tätigkeit wie auch eine Analyse meiner nunmehr zweiten Heimat. Ich hatte und haben die Hoffnung, dass das (ziemlich dicke) Buch auch meinen Landsleuten etwas bringt: den Deutschen, die mehr als die Klischees von Schoggi, Chäs und Bankgeheimnis über die Eidgenossenschaft erfahren, den Schweizern, die neben einigen Aha-Erinnerungen (so war das damals!) erfahren, wie ihr Land in deutschen Radiosendern dargestellt wurde.

Am Tag der Vernissage – sie fand im Radiostudio Bern statt – wurde ich im Tagesgespräch, das an Werktagen von 13.00 – 13.30 stattfindet, interviewt. Wie nicht anders zu erwarten war, ging es um das doch recht oft schwierige Verhältnis von Deutschschweizern und Deutschen. Die Sendung ist hier nachzuhören.

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