Neben beruflichem Erfolg und familiäre Glück gab es in meinem Leben auch schwere gesundheitliche Rückschläge. Das begann mit einem Herzinfarkt 1988, mit dessen Folgen ich immer wieder zu kämpfen hatte. Das wohl schlimmste, vor allem erschreckendste Ereignis in meinem Leben war der Hirnschlag im Herbst 2006. Zunächst kam es mir wie ein Traum, ein Alptraum vor…

Erst später wurde mir klar, wie viel Glück im Unglück ich gehabt hatte. Nach 48 durchwachten im Körper gefangenen Stunden begann ich mit meinem Sohn in der Intensivstation erste differenzierte Laute zu üben, die Lähmung verging, nach drei Monaten intensiver Rehabilitation konnte ich wieder sprechen und war rein äußerlich fast wiederhergestellt. Freilich, einiges blieb auf der Strecke. Immerhin: Wenn man sich den Tag und die mögliche Arbeit gut einteilt, vor allem auf den Körper hört, ist noch viel möglich. Ich kann das Leben genießen und das ist verdammt viel.

Drei Jahre später habe ich meine Erfahrungen in meiner letzten großen Sendung für SR DRS aufgearbeitet, wobei ich den Erfolg wohl meinen Mitpatienten verdankte, die mir sehr ehrlich und sehr konkret über “den langen Weg zurück” – so der Untertitel meiner Sendung – Auskunft gaben. Ich hoffe auch, dass diese Sendung aufzeigt, dass ein mehr oder weniger befriedigendes Leben nach dem Hirnschlag möglich ist, auch wenn das von dem Betroffenen und seiner Familie viel verlangt. 2009 erhielt die Sendung mit folgender Würdigung der Berner Radiostiftung den Berner Radiopreis.

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