Wenn ich heute Geburtstag in Bad Schachen feiere, dann schließt sich ein Kreis. Als Neunjähriger besuchte ich mit meinen Eltern das Hotel und langweilte mich schrecklich. Neben der Rezeption entdeckte ich einen Kiosk, in dem neben Zeitschriften auch Bücher verkauft wurden. Ein Taschenbuch stach mir ins Auge. Einmal, weil es ein weniger größer war als die damals erst in Mode gekommenen Taschenbücher, dann hatte es einen Schutzumschlag, auf dessen Blau sich sieben orangefarbene Kugeln und Ellipsen sowie ein kleines Symbol des Planeten Saturn befanden. Zudem machte mich die Kennzeichnung als „utopisch-technischer Abenteuerroman“ neugierig. Also lag ich meinem Vater erfolgreich in den Ohren, mir dieses Buch zu kaufen. Was er denn auch tat, ohne zu ahnen, was er anrichtete. Ich versank stundenlang in Arthur C. Clarkes „Die sieben Sonnen“ ungeachtet der Mahnungen meiner Mutter, mit ihr durch die schöne Gegend zu wandern. Ich wanderte in Gedanken mit dem Helden Alwin, der die Spuren der Vergangenheit auf einer veränderten Erde 1 Milliarde Jahre in der Zukunft suchte. Nun war ich von dieser Art von Geschichten angefixt. Auch wenn sich die Suche zunächst schwierig gestaltete. Die mir sonst so gewogene Bibliothekarin der Stadtbibliothek am Romanplatz rümpfte die Nase, gab mir aber zumindest den Hinweis, es in einer der gewerblichen Leihbüchereien oder in einer der Romantauschzentralen zu versuchen. Zu Arthur C. Clarke und Isaac Asimov kamen auch Karl-Herbert Scheer und Clark Darlton. Es war der Beginn einer kaum unterbrochenen Liebe zu dem, was man damals „Schundliteratur“ nannte und was sich heute zu einem anerkannten Genre gemausert hat. Nicht nur diesen Weg zeichne ich in meinem Buch „Invasion der Zukunft“ nach, was derzeit im Druck ist. Es ist der hoffentlich gelungene Versuch, die Welten der Science-Fiction in Buch, Film und Fernsehen sowie Computerspiel und Comic auf unterhaltsame Weise vorzustellen.

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