Ludwig in Wien

Ludwig und Moritz von Schwind im Griechenbeisl

Ludwig besuchte nie Wien. In unserem kontrafaktischen Roman begibt er sich 1867 aber auf eine wichtige diplomatische Mission dorthin. Und einen Stadtbesuch lässt er sich nicht nehmen. erschöpft landet er am Abend im „Griechenbeisl“. Richard Wagner hatte Ludwig davon vorgeschwärmt und besuchte es immer, wenn er in Wien war. Hier hatten Mozart, Beethoven und Schubert gespeist und auch die Strauss-Brüder waren regelmäßige Gäste. Der Wirt ließ es sich nicht nehmen, dem „Herrn von Stoltzing“ ein Pilsener Urquell persönlich zu servieren – eine, wenn nicht die Spezialität des Hauses. Es sei besser als jede andere Biersorte, was Ludwig und seine Begleiter vehement abstritten. Der König sah den ihm nicht unbekannten Moritz von Schwind, der gerade Fresken für die Hofoper mit Themen aus Mozarts Zauberflöte malte, und bat ihn gleich an unseren Tisch. Diese Begegnung war vom Flügeladjatanten geplant, nicht aber ein Quartett von Sängern, das mehr schlecht als recht das Lied vom lieben Augustin sang.

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